Gaststätte Brandes

Die Gaststäte Brandes lag vom Thie aus gesehen hinter der Kirche in dem Gebäude, das heute die Adresse „An der Kirche 5“ trägt. Die Gaststätte bestand aus einer Kneipe und einen Saal. Bis zum 2. Juni 1942 berichtet Beckmann häufig davon, dass bei Brandes Filme gezeigt wurden. Ab dem Tagebucheintrag zu diesem Datum, das die Anschaffung einer „festen Filmwand“ in der Gaststätte Alfred Herbermann bezeugt, erwähnt Beckmann nur noch Filmvorstellungen bei Herbermann.1

Im Gefolge des Zweiten Weltkriegs wurde der Saal vorübergehend durch Geflüchtete aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten als evangelische Kirche genutzt.

Die Gaststätte wurde um die 1970er Jahre herum geschlossen. Heute dient das Gebäude als Geschäftsgebäude eines Handwerksbetriebs. Der alte Saal dient als Lagerraum, die Kneipe als Ausstellungsraum für Haustechnik.

  1. NSDAP-Ortsgruppen-Chronik Teil 1 – 1933 bis 28. Juni 1943 (mschr.) (Q3.1), Blatt 174, 2. Juni 1942.

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Eine Tanzveranstaltung im Gasthaus Brandes während des Nationalsozialismus